Affäre „Corelli“: Verfassungsschützer Maaßen in Kritik
Neue Panne

Berlin. Die Affäre um den ehemaligen V-Mann "Corelli" ist nach ARD-Recherchen möglicherweise größer als bisher bekannt. Mehrere Handys, die der V-Mann zwischen 2007 und 2011 benutzt hat, seien bisher nicht oder zumindest nicht vollständig ausgewertet, berichtete das RBB-Inforadio am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise. Diese Mobiltelefone nutzte "Corelli" demnach also vor dem Auffliegen der Neonazi-Terrorgruppe NSU 2011. Damit stellt sich laut RBB die Frage möglicher Verbindungen des Informanten zum NSU-Terror neu. Opposition und SPD übten scharfe Kritik an Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. Mehrere Politiker forderten seinen Rücktritt. SPD-Obmann Uli Grötsch (Waidhaus) sagte: "Ich erwarte von Herrn Maaßen, dass er sich jetzt Gedanken macht, ob er der richtige Mann an der richtigen Stelle ist." Das BfV und das Innenministerium wollten zu dem RBB-Bericht im Einzelnen nicht Stellung nehmen.

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