Afghanische Rebellengruppe Hisb-e Islami erhält rechtliche Immunität
Rebellen werden zu Politikern

Kabul. Vertreter der afghanischen Einheitsregierung haben nach monatelangen Verhandlungen einen Friedensvertrag mit der radikalislamischen Gruppe Hisb-e Islami unterzeichnet. Laut dem am Donnerstag geschlossenen Abkommen sollen die Aufständischen um Gulbuddin Hekmatjar (69), einem der brutalsten Kriegsherren in der Geschichte des Landes, alle militärischen Aktivitäten einstellen und erhalten dafür "rechtliche Immunität". Gefangene Kämpfer sollen binnen zwei Monaten freigelassen werden. In Zukunft soll die Gruppe - nach den Taliban die größte Rebellenorganisation des Landes - rein politisch agieren. Während Beobachter von einem "Meilenstein" zum Frieden sprechen, hatte die Menschenrechtler von Human Rights Watch das Abkommen als Affront gegen die Opfer der Gewalt verurteilt.

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