Aleppo: Truppen des Regimes starten Offensive
Heftige Kämpfe

Aleppo. Nur Stunden nach dem Ende einer von Syrien und Russland ausgerufenen Waffenruhe sind die Kämpfe in Aleppo erneut aufgeflammt. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete kurz nach dem Auslaufen der Feuerpause von Luftangriffen und schwerem Artilleriebeschuss. Regimetruppen hätten eine neue Offensive auf den von Rebellen kontrollierten Ostteil der Stadt gestartet, teilten die Beobachter mit. Oppositionskämpfer hätten den von der Regierung kontrollierten Westen der Stadt unter schweren Beschuss genommen.

Die Waffenruhe dauerte von Donnerstag bis Samstagabend. Dennoch gelang es Hilfsorganisationen nicht, wie geplant Verletzte und Kranke aus dem belagerten Stadtteil Aleppos herauszubringen. Die Sicherheitslage habe dies nicht zugelassen, sagte eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Syrien und sein Verbündeter Russland geraten weiter unter Druck der Vereinten Nationen. So setzte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Kommission ein, um den Angriff auf einen Hilfskonvoi zu untersuchen. Sie soll klären, wer für den Luftschlag verantwortlich ist, bei dem im September mehr als 20 Menschen starben. Zudem werfen UN-Ermittler Syriens Präsident Baschar al-Assad in einem Bericht einen erneuten Einsatz von Giftgas vor. Im März 2015 sollen Hubschrauber der Regierung in der Provinz Idlib Fassbomben mit Chlorgas abgeworfen haben.
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