Alexander Gauland hetzt gegen Muslime
AfD will Asylrecht aussetzen

Berlin. (paa/dpa) Die Grünen haben dem stellvertretenden Vorsitzenden der rechtspopulistischen AfD Alexander Gauland vorgeworfen, er wolle Hass und Gewalt gegen Minderheiten zu säen. Dieser will wegen der islamistischen Anschläge das Asylrecht für Muslime aussetzen. "Wir können es uns aus Sicherheitsgründen nicht mehr leisten, noch mehr Muslime unkontrolliert nach Deutschland einwandern zu lassen", erklärte Gauland am Mittwoch. Das Asylrecht für Muslime müsse ausgesetzt werden, bis alle Asylbewerber, registriert, kontrolliert und deren Anträge bearbeitet seien.

"Gauland will Menschen wegen ihrer Religion diskriminieren und politisch Verfolgte schutzlos stellen. Das ist menschenverachtend und verfassungsfeindlich", sagte Grünen-Chefin Simone Peter dem Berliner "Tagesspiegel" (Donnerstag). CDU-Generalsekretär Peter Tauber warf Gauland vor, Angst zu schüren und "die Leute für dumm" zu verkaufen.

Die Bundesregierung erteilte Gauland ebenfalls eine Absage. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, eine Anwendung des Asylrechts abhängig von der Religionszugehörigkeit sei allein "mit unserem Verständnis der Religionsfreiheit schlichtweg nicht vereinbar".
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