Alfa will Aufnahme von Flüchtlingen drastisch begrenzen
Boote abdrängen

Die von der AfD abgespaltene neue Partei Alfa tritt für eine drastische Begrenzung der Flüchtlingsaufnahme ein. Die Zahl der "zu uns Kommenden" müsse in Zukunft "auf etwa ein Drittel" reduziert werden, sagte Parteigründer Bernd Lucke am Samstag in Kaiserslautern bei der Gründung eines Landesverbandes Rheinland-Pfalz. Auch forderte er die Einrichtung von "Schutzzonen für Flüchtlinge" in deren Heimatregionen.

Luckes Stellvertreter in der Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa), Bernd Kölmel, veröffentlichte parallel dazu ein Konzept für eine neue Asylpolitik. Darin wird die Zurückweisung von Schleuserbooten durch Marineeinheiten gefordert. Nur so könnten weitere Todesfälle auf dem Mittelmeer vermieden werden, heißt es im Papier des Europaabgeordneten. Asylbewerber sollten demnach ihre Anträge nur in deutschen Auslandsvertretungen oder Erstaufnahmezentren in Nordafrika stellen dürfen. Asylanträge in EU-Staaten sollten nur in Ausnahmefällen möglich sein. Antragsteller ohne Pass sollten abgelehnt werden. Mit ihrem Papier kommt die Alfa der AFD zuvor, die heute ihre Positionen vorstellen will. AfD-Chefin Frauke Petry sagte, in ihrer Partei herrsche viel "Unverständnis" über die Asylpolitik. "Aber wir stehen zum Asylrecht." Wer jedoch kaum Aussicht auf ein Bleiberecht habe, müsse abgeschoben werden.
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