Allianz für Häuslebauer
Baden-Württemberg, Hessen, Bayern machen gegen Justizminister Maas mobil

Berlin/München. Ein Dreierbündnis aus Baden-Württemberg, Hessen und Bayern wird im Bundesrat voraussichtlich gemeinsam eine Initiative für erleichterte Kreditvergabe an Häuslebauer starten. Die drei Länder wollen durchsetzen, dass Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) die seit März geltende Verschärfung der Vorschriften wieder rückgängig macht. Ihrer Auffassung nach erschwert die neue Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie für viele Bürger die Finanzierung des eigenen Heims - insbesondere für junge Familien und Rentner. Am kommenden Freitag steht das Thema auf der Tagesordnung des Bundesrats. Die Initiative wird von Baden-Württemberg und Hessen eingebracht, Bayern wird sich wohl anschließen, wie es in München heißt. Die Kreditversorgung für Häuslebauer sei "zuletzt sichtlich ins Stocken geraten", kritisieren die baden-württembergische Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) und ihr hessischer Amtskollege Thomas Schäfer (CDU). "Mit der geplanten Umsetzung kommen Rentner und junge Familien kaum mehr an Immobilienkredite", sagt Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). "Die Kreditwürdigkeitsprüfung wird unverhältnismäßig verschärft. Das ist in höchstem Maße unsozial." Die Richtlinie soll verhindern, dass sich Bürger beim Kauf eines Eigenheims übermäßig verschulden. Maas hatte eine Vorgabe der EU umgesetzt, ist dabei nach Ansicht seiner Kritiker aber über das Ziel hinausgeschossen. Der Druck auf Maas kommt von mehreren Seiten. Maßgeblich beteiligt sind Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken.

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