Alois Glück fordert Debatte über Leiden und Sterben
Katholiken gegen Sterbehilfe

(dpa/KNA) Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat seine Ablehnung einer organisierten Sterbehilfe bekräftigt. ZdK-Mitglieder warnten am Freitag auf der Herbstvollversammlung des Laiengremiums in Bonn davor, durch ein falsches Verständnis des Selbstbestimmungsrechts die Türen für Selbsttötungen und Tötungen auf Verlangen zu öffnen. Selbstbestimmung habe auch eine soziale Dimension und dürfe nicht so verstanden werden, "dass jeder für sich allein lebt und stirbt", sagte ZdK-Präsident Alois Glück. Er rief zu einer breiten Debatte über Leiden und Sterben auf. Zugleich warnte er, Suizidprävention werde erheblich erschwert, wenn die Selbsttötung als Alternative zum Weiterleben und zur Entscheidung, den Weg einer Krankheit bis zum Ende zu gehen, gesellschaftlich akzeptiert werde.

Das ZdK rief zudem zur Solidarität mit verfolgten Christen auf. Weltweit werde das Menschenrecht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit "verletzt und mit Füßen getreten".
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