Altenbericht
Älteren bleibt oft nur der Umzug

Berlin. Geringe Einkünfte und steigende Wohnkosten zwingen ältere Menschen künftig wohl häufiger zum Umzug in kleinere Wohnungen. Das sagt der siebte Altenbericht voraus, der am Mittwoch in Berlin vom Bundeskabinett gebilligt wurde. Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) machte sich für Schritte gegen "abgehängte Orte" stark.

"Für ältere Menschen ist wichtig, guten Wohnraum zu haben, der auch bezahlbar ist - insbesondere in den Städten", sagte Schwesig. Die Experten rechnen damit, dass immer mehr Rentner aus teuren Ballungsgebieten wegziehen müssen. Denn die Wohnkosten würden steigen - die Alterseinkünfte hingegen seien oft relativ gering. In einigen strukturschwachen Regionen stellt sich laut dem Bericht angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen und der Abwanderung Jüngerer bereits die Frage, wie die Daseinsvorsorge sichergestellt werden kann. Zwischen 1990 und 2014 hat sich die Zahl der Menschen ab 65 Jahren bundesweit um rund 5,2 Millionen auf 17,1 Millionen erhöht.
Weitere Beiträge zu den Themen: Berlin (7520)Einkommen (9)Wohnkosten (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.