Alternativer Nobelpreis für Edward Snowden

Nicht am Rednerpult, aber aus Moskau zugeschaltet: Edward Snowden. Bild: dpa
In Abwesenheit hat Edward Snowden (31) am Montag in Stockholm den Alternativen Nobelpreis erhalten. Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter wurde jedoch per Live-Übertragung aus seinem russischen Asyl zugeschaltet. An der Verleihungszeremonie nahmen sein Vater Lonnie Snowden und sein deutscher Anwalt Wolfgang Kaleck teil.

Snowden erhalte den nicht dotierten Ehrenpreis, "weil er mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmaß staatlicher Überwachung enthüllt hat, die grundlegende demokratische Prozesse und verfassungsmäßige Rechte verletzt", lautete die Begründung der Stockholmer Stiftung. Sie will Rechtskosten für Snowden finanzieren. Dem Amerikaner droht in den USA ein Strafverfahren. Außer Snowden erhielten vier weitere Personen Auszeichnungen mit einem Preisgeld von umgerechnet rund 160 000 Euro: der britische Journalist Alan Rusbridger von der Zeitung "The Guardian", die pakistanische Menschenrechtlerin Asma Jahangir, der Sri Lanker Basil Fernando von der Asiatischen Menschenrechtskommission und der US-Umweltaktivist Bill McKibben.

Der Alternative Nobelpreis wird von der Right Livelihood Award Foundation jährlich an Personen oder Organisationen vergeben. Der Preis will Menschen unterstützen, die beispielhaft auf die dringlichsten Fragen der Menschheit Antworten geben. (KNA/dpa)
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