Amberger Bürger helfen Flüchtlingen
Lieber Paten als Pegida-Demos

Die bunten Bulldogs und Bobbycars der Kinder passen bestens zur neuen Flüchtlings-Aktion von Amberger Bunt. Denn das Wählerbündnis will einen bunten Kreis von Helfern erschließen, die sich um Asylbewerber und manche ihrer Bedürfnisse kümmern. Eine Gruppe von Flüchtlingskindern gibt es bereits, die hier mit Eltern und Betreuern einen Bauernhof besucht hat. Bild: gri
Amberg. ( ath) "Wir dürfen rechtspopulistischen Organisationen wie Pegida und AfD nicht die Meinungsführerschaft zum Thema Asyl überlassen", meint Werner Konheiser, der Sprecher von Amberger Bunt, dem Wählerbündnis, das 2014 auch den Sprung in den Stadtrat geschafft hat. Seine Idee: "Unser Bestreben muss sein, vor allem durch Aufklärung - es gibt gar keine Islamisierung des Abendlandes - über die wahre Situation der Flüchtlinge zu informieren. Nur so können wir den Rechtspopulisten das Wasser abgraben und damit den Bürgern etwaige vorhandene Ängste vor Fremden nehmen."

Bei Problemen helfen

Amberger Bunt strebt dazu ein neues parteiübergreifendes Bündnis an. "Verschiedene Parteien, Gesellschaftsgruppen und Organisationen können und sollen sich daran beteiligen", lautet Konheisers Wunschvorstellung, die in einem ersten offenen Koordinierungstreffen am Dienstag, 27. Januar, um 19 Uhr im Haus der IG Metall am Schrannenplatz konkretisiert werden soll. Erstes Ziel dabei ist, gemeinsame Aktionen zu planen. "Sie müssen darauf ausgerichtet sein, zum einen Aufklärungsarbeit und zum anderen aktive praktische Hilfe für die Flüchtlinge zu leisten", gibt der Sprecher die Marschrichtung vor.

Letzteres könnte in Form von Paten geschehen, so die neue Idee. Bei den geplanten Aktionen sollen Bürger geworben werden, die Interesse haben, aktiv zu helfen. "Jeder Pate hätte einen oder mehrere ,Schützlinge', für die er Verantwortung übernimmt", erläutert Konheiser, "er ist erster Ansprechpartner bei der Bewältigung von Problemen, die bei der Organisation der Lebensumstände auftreten können." Dadurch würden bestimmt auch zwischenmenschliche Verbindungen wachsen. Konheiser und seine Mitstreiter sind überzeugt: "Es werden familiäre und freundschaftliche Beziehungen entstehen, die für eine erfolgreiche Integration nur förderlich sein können." Mitte bis Ende Februar will Amberger Bunt einen ersten Aktionstag am Marktplatz mit Infostand vorm Rathaus veranstalten. Dort soll mit Transparenten, Flugblättern, Plakaten und Medienunterstützung für die Flüchtlings-Patenschaften geworben werden. Wer interessiert ist, kann sich in eine Liste eintragen, aus der dann aktive Helfer rekrutiert werden.

Als erste Patenschafts-Initiative wäre zum Beispiel ein gemeinsamer Besuch im neuen Multiplex-Kino mit anschließendem Kaffeetrinken denkbar, heißt es in einer Presseinformation von Amberger Bunt. Darin macht das Wählerbündnis noch einmal auf die Überparteilichkeit der ganzen Idee aufmerksam und freut sich auf Beteiligung von vielen verschiedenen Seiten.
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