Analyse zur Stimmabgabe in Mecklenburg-Vorpommern
Mann wählt AfD

Frauke Petry, Bundesvorsitzende der AfD, gratuliert dem AFD-Spitzenkandidaten in Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm. Links Co-Parteivorsitzender Jörg Meuthen, rechts der Spitzenkandidat für die Wahl in Berlin, Georg Pazderski. Bild: dpa

Schwerin. Die AfD ist in Mecklenburg-Vorpommern vor allem von Arbeitern und Arbeitslosen, aber auch Selbstständigen gewählt worden. Unter Erwerbslosen erreichte die Partei 29 Prozent und wurde in dieser Bevölkerungsgruppe stärkste Kraft. Das geht aus einer Analyse des Instituts Infratest dimap im Auftrag der ARD hervor. Unter Arbeitern erhielt die AfD demnach mit 33 Prozent den meisten Zuspruch, ebenso unter Selbstständigen 27 Prozent.

Männer (25 Prozent) wählten die AfD eher als Frauen (16 Prozent). Menschen mit einfacher Bildung (28 Prozent) konnten sich eher für die Rechtspopulisten begeistern als Menschen mit hoher Bildung (15 Prozent). Bei jungen Wählern punktete die AfD weniger. So rangierte sie unter Erstwählern hinter SPD, CDU und Linkspartei nur auf Platz 4. Besonders stark war die AfD in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen (24 Prozent) sowie der 45- bis 59-Jährigen (23 Prozent).

Die Analyse geht auch der Frage nach, warum Menschen der AfD ihre Stimmen gaben. Am häufigsten lautete die Antwort, dass die AfD den Zuzug von Flüchtlingen und Ausländern begrenzen wolle und dass sie klar ausspreche, was andere Parteien nicht offen sagten. Wichtig ist AfD-Wählern neben dem Thema Sicherheit auch die Familienpolitik.

Regional gesehen ist das AfD-Ergebnis im strukturschwachen Landesteil Vorpommern besonders stark. Drei AfD-Politiker schafften über die Erststimmen den Einzug in den Landtag. Alle drei hatten ihre politische Heimat früher in der CDU.
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Peter Sporrer aus Vohenstrauß | 06.09.2016 | 10:02  
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