Angehörige sollen mehr Rechte und mehr Geld erhalten
Pflege-Pause

Eine bezahlte Auszeit zur Organisation von Pflege und ein Rechtsanspruch auf Pflegezeit sollen die Altenpflege in Deutschland verbessern. Außerdem soll es mehr Unterstützung für die Bewohner von Pflege-WGs geben. Entsprechende Regelungen brachten Bundeskabinett und Bundestag am Mittwoch auf den Weg. Bei einem Pflegefall in der Familie sollen Arbeitnehmer künftig zehn Tage lang bezahlt pausieren können. Bis zu zwei Jahre können sie zudem im Job kürzertreten: Sie bekommen einen Rechtsanspruch auf sechs Monate Pflegezeit, also auf eine Auszeit, sowie auf bis zu 24 Monate Familienpflegezeit mit einer Reduzierung der Arbeitszeit auf bis zu 15 Stunden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf beschloss am Mittwoch das Bundeskabinett. Der Lohnersatz soll ab 1. Januar bis zu 90 Prozent des Nettoeinkommens betragen. Arbeitnehmer, die aus dem Job aussteigen, um sich um einen kranken Angehörigen zu kümmern, sollen künftig auch ein zinsloses Darlehen aufnehmen können. Die Möglichkeiten nutzen können künftig etwa auch Stiefkinder, Schwäger oder Partner in homosexuellen Partnerschaften.
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