Angemerkt zur Lage in Großbritannien
Boris Johnson verkauft jeden

Boris Johnson ist ein politisches Großmaul und ein Hasardeur. Die Kampagne für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union war für den Konservativen nur ein Spiel. Nun, da der ehemalige Londoner Bürgermeister seinen Adrenalin-Schub gehabt hat, müssen andere ran. Johnson weiß: Als Premier kann er keinen Erfolg haben.

Als Regierungschefs müsste er liefern. In Downing Street 10 würden ihm aber die Lügen um die Ohren fliegen, auf denen der Erfolg die Brexit-Kampagne gebaut war. Das dürfte ihm gedämmert haben, als er seinen Beitrag für die Sonntagsausgabe der britischen Zeitung "The Telegraph" verfasste und erneut die Lügen der Kampagne beschwor.

"Großbritannien hat einige Tage gebraucht, um ein Maß an politischer Dysfunktionalität zu erreichen, für das der Libanon Jahrzehnte brauchte", schreibt der libanesische Blogger Karl Sharro auf Twitter. Johnson geht als Politiker in die britische Geschichte ein, der maßgeblich dazu beigetragen hat. Den Preis für sein Spiel zahlen nicht nur die Briten, sondern alle Europäer.
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