Angriff auf eine Polizeiwache in Paris
Bewaffneter hatte deutsche Sim-Karte

Paris. Nach dem Angriff vor einer Pariser Polizeiwache haben die Ermittler eine deutsche Sim-Karte im Handy des erschossenen Bewaffneten gefunden. Das sagte der für Terrorismus zuständige Staatsanwalt François Molins am Freitag dem Radiosender France Inter, ohne zusätzliche Details zu nennen. Die Identität des Toten, der ein Bekenntnis zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bei sich hatte, ist noch nicht abschließend geklärt. Er sei überhaupt nicht sicher, dass die von dem Mann bei einer früheren Kontrolle angegebene Identität echt ist, so Molins.

Der Mann war am Jahrestag des Anschlags gegen das Satiremagazin "Charlie Hebdo" auf zwei Polizisten zugelaufen und hatte ein Schlachterbeil gezogen. Er hatte eine gezeichnete Abbildung der IS-Flagge und ein Bekenntnis zu IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi bei sich. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordversuchs und Terrorismus. Zu einer möglichen Spur nach Deutschland äußerte sich das Bundesinnenministerium in Berlin zunächst nicht.

Versteck in Belgien entdeckt


Polizisten haben bereits vor einem Monat im Brüsseler Stadtbezirk Schaerbeek ein mögliches Versteck des flüchtigen Terrorverdächtigen Salah Abdeslam entdeckt, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. Die Bleibe sei möglicherweise eine Bombenwerkstatt, berichteten belgische Medien am Freitag. Abdeslam soll direkt an den Pariser Anschlägen im November 2015 beteiligt gewesen sein, bei denen islamistische Killerkommandos 130 Menschen töteten.
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