Anschläge auf Hotels in der Elfenbeinküste
Auch eine Deutsche tot

Abidjan/Berlin. Bei den Terroranschlägen auf drei Hotels in Elfenbeinküste ist die Leiterin des dortigen Goethe-Instituts, Henrike Grohs, getötet worden. Die Zentrale des deutschsprachigen Kulturinstituts bestätigte am Montag Informationen der Deutschen Welle. Insgesamt starben beim Terror am Sonntag mindestens 21 Menschen, darunter je drei Soldaten und Extremisten. 33 Menschen wurden verletzt. Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) bekannte sich zur Tat.

Grohs (51) hatte das Goethe-Institut seit Dezember 2013 geleitet. Zuvor war die Völkerkundlerin in Südafrika tätig und arbeitete auch in Bildungsprojekten der Berliner Philharmoniker. Grohs Tod sei "sinnlos", schrieb der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, auf der Facebook-Seite des Instituts.

Die Bundesregierung verurteilte die Anschläge scharf. Es herrsche "Abscheu vor Bewegungen oder Ideologien, die nichts als Hass und Tod säen können", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Papst Franziskus sprach den Hinterbliebenen und den Verletzten sein tiefes Mitgefühl aus.

Mehrere Bewaffnete hatten in Grand-Bassam, 40 Kilometer südöstlich der Wirtschaftsmetropole Abidjan, das Feuer auf Hotelbesucher eröffnet. Unter den Toten sind auch vier Franzosen, ein Kameruner sowie eine Person aus Burkina Faso, bestätigte ein Militärsprecher.
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