Anschläge in Dresden
Bekennerschreiben war ein Fake

Dresden. Ein nach den Sprengstoffanschlägen in Dresden im Internet verbreitetes Bekennerschreiben ist nach Einschätzung der Behörden gefälscht. Das sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein, am Freitag in Dresden. Wer hinter der Fälschung stecke, sei nicht bekannt. Das Schreiben, in dem vermeintlich Linksradikale die Verantwortung für die Anschläge auf eine Dresdener Moschee und das Kongresszentrum übernahmen, hatte kurz vor der zentralen Feier zur Deutschen Einheit in Dresden für Verwirrung gesorgt.

Die Ermittlungsbehörden haben am Freitag Fotos und ein Video eines mutmaßlichen Täters veröffentlicht. Sie zeigen eine schlanke und mit hellblauer Jacke bekleidete Person, die einen Motorradhelm mit offenem Visier und einen Rucksack trägt . Das Gesicht ist nicht zu erkennen. Der Verdächtige habe sich längere Zeit im Bereich der Moschee aufgehalten, hieß es.

Vor Beginn der Einheitsfeiern ist die Sicherheitslage in Dresden angesichts der Sprengstoffanschläge und einer am Donnerstag in der Stadt gefundenen Bombenattrappe angespannt. Das Einheitsfest wird nach den Terrorattacken von Paris, Nizza, Brüssel und der Gewalttat von München besser geschützt denn je. Die Innenstadt ist komplett gesperrt. 2600 Beamte sind unterwegs.
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