Anschläge von Dresden
Dubioses Bekennerschreiben

Dresden. Nach den Sprengstoffanschlägen in Dresden gibt ein angebliches Bekennerschreiben für Rätsel auf. Echtheit und Identität würden geprüft, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein, am Mittwoch in Dresden. Die Erklärung war am Dienstag auf einer Internetseite veröffentlicht und rasch wieder gelöscht worden. Innenminister Markus Ulbig (CDU) sagte im Landtag, das Schreiben sei wieder von der Seite verschwunden.

Nach Angaben der Ermittler handelt es sich bei der Website um eine linksextreme Plattform, auf der Beiträge einfach publiziert werden können. In dem von mehreren Medien im Wortlaut veröffentlichten Schreiben wird von einem "vorverlegten Feuerwerk" zum Tag der Deutschen Einheit gesprochen. Mit den Anschlägen solle gegen eine "frauen- und israelfeindliche Ideologie" des Islam und gegen die verschärfte Flüchtlingspolitik protestiert werden. "Es ist unklar, ob es echt ist und von wem es stammt", sagte Klein.

Die Antifa distanzierte sich in einer offiziellen Mitteilung und sprach von einem "schäbigen Versuch der Faschisten", ihr die Verantwortung Taten in die Schuhe zu schieben. Am Montagabend waren zwei Sprengsätze innerhalb kurzer Zeit vor einer Moschee und am Kongresszentrum in Dresden explodiert, wo am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) der Empfang des Bundespräsidenten ausgerichtet wird.
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