Anschlag auf Grenzübergang zu syrischem Kobane - Drei Selbstmordanschläge
IS-Miliz greift von Türkei aus an

Seit Wochen sind von türkischer Seite aus die Rauchwolken über Kobane zu sehen. Bild: dpa
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat am Wochenende die umkämpfte nordsyrische Stadt Kobane erstmals von türkischem Gebiet aus angegriffen. Die Extremisten starteten einen Großangriff auf den Grenzübergang im Norden Kobanes. Bei den Gefechten seien 23 kurdische Verteidiger ums Leben gekommen, berichtete die Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag.

Nach Angaben von Kurdensprecher Ismet Hassan begann der Angriff mit dem Selbstmordanschlag eines Dschihadisten auf den Grenzübergang. Er sei am Samstagmorgen aus der Türkei mit einem Auto auf die syrische Seite gefahren und habe sich in die Luft gesprengt. Danach habe es heftige Kämpfe gegeben. Die IS-Miliz versucht seit Wochen, Kobane einzunehmen. Der Übergang ist die einzige Verbindung der Stadt zur Außenwelt. Türkische Beamte wiesen den Vorwurf, Attentäter seien aus der Türkei nach Kobane eingedrungen, als "Lüge" zurück. Die Miliz bekannte sich zu drei Selbstmordattentaten am Grenzübergang, berichtet der Think Tank SITE, der Internet-Aktivitäten von Dschihadisten auswertet.

In der ostsyrischen Stadt Al-Rakka, die als Hochburg der IS-Miliz gilt, hatte die internationale Koalition in der Nacht zum Sonntag mindestens 30 Luftschläge geflogen.
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