Anschlagspläne für Blutbad in Düsseldorf
Vier Verhaftungen, aber keine Hinweise auf konkrete Vorbereitungen

Karlsruhe/Düsseldorf An dem geplanten islamistischen Terroranschlag in Düsseldorf sollten sich womöglich mehr Attentäter beteiligen als die vier gefassten Syrer. Der in Frankreich inhaftierte 25-Jährige habe den Ermittlern erzählt, zehn Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hätten zuschlagen sollen, berichtete "Der Spiegel" und die "Rheinische Post". Die zusätzlichen Attentäter sollten sich demnach zu den ursprünglichen vier Mitgliedern der Terrorzelle auf den Weg machen. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte die Berichte am Freitag nicht. Am Vortag hatten Spezialkräfte drei mutmaßliche IS-Terroristen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Brandenburg festgenommen. Die Bundesanwaltschaft wirft den Männern im Alter zwischen 25 und 31 Jahren die Vorbereitung eines Anschlags in der Düsseldorfer Altstadt im Auftrag des IS vor. In Karlsruhe wurden sie dem Haftrichter vorgeführt, alle drei kamen in Untersuchungshaft. Der vierte Terrorverdächtige sitzt bereits seit Februar in Paris hinter Gittern.

Am Freitag wurden neue Details zu den mutmaßlichen Terroristen bekannt. Die Behörden bestätigten, dass die Männer in Deutschland als Flüchtlinge getarnt in Unterkünften für Asylbewerber lebten. Nach den Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft sollten sich in Düsseldorf zunächst zwei Attentäter in die Luft sprengen und dann weitere mit Schusswaffen und Sprengsätzen so viele Menschen wie möglich töten. Konkrete Vorbereitungen gab es nach Angaben der Ermittler allerdings noch nicht.
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