Antrag auf Einstweilige Anordnung eingereicht
Grüne fechten Wahl in Berlin an

Berlin. (dpa) Die Grünen fechten das Ergebnis der Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl an. Beim Verfassungsgerichtshof des Landes haben sie einen Antrag auf eine Einstweilige Anordnung eingereicht, um eine Neuauszählung der Erststimmen im Wahlkreis 3 in Berlin-Mitte zu erreichen.

Hintergrund sei das sehr knappe vorläufige Wahlergebnis dort, teilte die beauftragte Anwaltskanzlei Müller, Müller und Rößner mit. Den Wahlkreis 3 hatte der SPD-Direktkandidat Thomas Isenberg für sich entschieden, mit nur sechs Stimmen Vorsprung vor dem Grünen-Mitbewerber Tilo Siewer. Bei einer späteren Teilnachzählung der Stimmen in vier Stimmbezirken des Wahlkreises seien Auszählungsfehler festgestellt worden, hieß es seitens der Kanzlei. Dennoch habe es der Bezirkswahlausschuss abgelehnt, den ganzen Wahlkreis neu auszuzählen. Verliert Isenberg sein Direktmandat und zieht der Grüne Siewer ins Parlament ein, so verkleinert sich das Berliner Parlament nach Berechnungen des "Tagesspiegels" von 160 auf 156 Abgeordnete. Die Grünen verlieren dann zwei Ausgleichsmandate, CDU und AfD jeweils eines.
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