Argentinischer Ermittler stirbt: Spurenlage unklar
Tod gibt Rätsel auf

Auch eine Autopsie hat keine Klarheit über den mysteriösen Tod des argentinischen Staatsanwaltes Alberto Nisman gebracht. Der Sonderermittler, der vorige Woche Anklage gegen Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner erhoben hatte, starb demnach durch einen Kopfschuss. Die Untersuchung der Leiche ergab nach Justizangaben vom Dienstag zwar keine Hinweise auf Fremdeinwirkung, aber an seinen Händen fanden hätten sich keine Schmauchspuren gefunden. Diese müsste es normalerweise aber geben, wenn sich jemand selbst erschießt. Die Justiz ermittelte auch wegen möglicher Anstiftung zum Suizid durch Druck und Drohung. Etwa 20 000 überwiegend regierungskritische Demonstranten forderten bei einer Kundgebung am Montag vor dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Buenos Aires die Aufklärung des Todesfalls. Der Staatsanwalt ermittelte im Fall des Anschlags von 1994 auf das jüdische Gemeindezentrum Amia in Buenos Aires.
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