Armee bestätigt zwei Tote an der Grenze zu Syrien
Gefechte mit Türken

Nach dem Anschlag mit 32 Toten in der Türkei werden Trauerzüge zu Protestmärschen. Bild: dpa
Bei Gefechten in der türkischen Provinz Kilis an der Grenze zu Syrien sind ein Soldat und ein Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Die türkischen Streitkräfte bestätigten am Donnerstag in einer Erklärung entsprechende Medienberichte. Vier weitere Soldaten seien verletzt worden. Das Feuer sei von syrischer Seite von IS-Kämpfern eröffnet worden, erklärte die Armee weiter. Das Militär habe daraufhin einen IS-Kämpfer erschossen und die Waffen des Toten beschlagnahmt. Drei Fahrzeuge der Milizen seien beschädigt worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte einen Zusammenstoß zwischen türkischen Soldaten und dem IS. Wer das Feuer eröffnet hat, konnte sie nicht sagen.

Einen Tag nach der Ermordung zweier türkischer Polizisten in der Grenzprovinz Sanliurfa sind unterdessen drei Verdächtige festgenommen worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag. Details waren zunächst nicht bekannt. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hatte am Mittwoch nach eigenen Angaben zwei Polizisten in deren Haus im Bezirk Ceylanpinar erschossen. Die Organisation nannte die Tat eine Vergeltung für den Anschlag im nahe gelegenen Suruc und warf den Beamten Kollaboration mit dem IS vor.

Am Montag waren bei einem Selbstmordattentat in Suruc nahe der syrischen Grenze 32 Menschen getötet und rund 100 verletzt worden. Anadolu hatte am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise gemeldet, bei dem Attentäter handele es sich um einen 20-jährigen Kurden. Nach Medienberichten habe er sich vor dem Attentat dem IS in Syrien angeschlossen.
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