Assad-Gegner reisen zu Friedensgesprächen nach Genf
Opposition im Boot

Damaskus/Genf. Kurz vor dem fünften Jahrestag des Aufstands gegen das syrische Regime wächst die Hoffnung auf eine politische Lösung des blutigen Konflikts. Die syrische Opposition erklärte am Freitag, sie werde an der für Montag erwarteten neuen Runde der Genfer Friedensgespräche teilnehmen. UN-Sondervermittler Staffan de Mistura sagte der russischen Agentur Ria Nowosti zugleich, spätestens in anderthalb Jahren solle es in Syrien unter Aufsicht der Vereinten Nationen Parlaments- und Präsidentenwahlen geben.

Die Genfer Friedensgespräche waren Anfang Februar ausgesetzt und ihre Wiederaufnahme mehrfach verschoben worden. Seit zwei Wochen gilt in dem Bürgerkriegsland jedoch eine von den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe, die trotz regelmäßiger Verstöße bisher weitgehend eingehalten wird. Der Aufstand in Syrien hatte am 15. März 2011 mit Demonstrationen begonnen.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben am Freitag bei einem Luftangriff auf die nordsyrische Stadt Aleppo mindestens fünf Menschen. Verantwortlich seien russische oder syrische Jets. In dem angegriffenen Gebiet gebe es keine Extremisten, die von der Waffenruhe ausgenommen sind, sagte der Leiter der Menschenrechtsbeobachter, Rami Abdel Rahman. Der Angriff stelle einen Verstoß gegen die Feuerpause dar. 30 Hilfsorganisationen erklärten unterdessen, das fünfte Jahr des syrischen Bürgerkriegs sei das bisher schlimmste gewesen.
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