Athen beschließt Hilfen für Arme
Kurz notiert

Athen.(dpa) Das griechische Parlament hat ein rund 200 Millionen Euro teures Hilfsprogramm für die notleidende Bevölkerung gebilligt und sich damit über die Kontrolleure der Geldgeber hinweggesetzt. Dabei geht es um Strom und Essensmarken für mittellose Menschen und die Möglichkeit für Schuldner, mit bis zu 100 Raten ihre Schulden an den Staat und die Rentenkassen zu begleichen. "Wir unterstützen die Schwachen", erklärte am Mittwoch der griechische Regierungschef Alexis Tsipras. Heftige Kritik übte er an den Kontrolleuren der Geldgeber.

Serbien nimmt Verdächtige fest

Belgrad.(dpa) Erstmals hat Serbien sieben Männer festgenommen, die an führender Stelle am Völkermord im ostbosnischen Srebrenica beteiligt gewesen sein sollen. Sie sollen vor ein heimisches Gericht gestellt werden, berichtete die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Belgrad. Die Männer sollen Dutzende Zivilisten ermordet und die Erschießung von Hunderten befehligt haben. Im Juli 1995 waren in Srebrenica während des Bürgerkrieges (1992-1995) bis zu 8000 muslimische Jungen und Männer von serbischen Einheiten umgebracht worden.

Bis zu 200 Millionen Euro für Sterbende

Berlin.(dpa) Sterbende sollen in Deutschland künftig weit besser zu Hause, in Hospizen und Krankenhäuser betreut werden. Ein neuer Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) soll Lücken in der Hospiz- und Palliativ-Versorgung vor allem auf dem Land schließen, wie am Mittwoch aus Regierungskreisen in Berlin verlautete. Die Mehrkosten von bis zu 200 Millionen Euro pro Jahr sollen die gesetzlichen Krankenkassen tragen.

Dobrindt bei Maut gesprächsbereit

Berlin.(dpa) Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ist bereit, mit der SPD über Änderungen bei der Pkw-Maut zu sprechen. Er werde in der Koalition ein anderes Modell für Kurzzeittarife für Fahrer aus dem Ausland vorschlagen, sagte Dobrindt am Mittwoch. Vorstellbar könnten bestimmte Ökostufen wie bei der Jahresmaut sein. Die SPD knüpft ihr Ja zur Verabschiedung der Maut-Gesetze in der nächsten Woche an Änderungen. Dies bezieht sich auch auf die Tarife für zehn Tage (10 Euro) und zwei Monate (22 Euro) für Fahrer aus dem Ausland. Diese fixen Preise gelten als mögliche Benachteiligung im Vergleich zur variablen Jahresmaut für Inländer.
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