Athen nimmt Schärfe aus der Diskussion

Im griechischen Schuldendrama rudert die Athener Regierung ein wenig zurück. Sie will zwar weiter eine deutliche Schuldenentlastung, schlägt aber neue Töne an. Finanzminister Gianis Varoufakis sagte in einem Interview, er wolle nicht mehr von einem Schuldenschnitt sprechen. Dieser sei politisch in Deutschland und anderen Gläubigerländern nicht akzeptabel, sagte Varoufakis der "Financial Times". Die Athener Regierung denkt nach seinen Worten an eine Vorschlagsliste von Umschuldungsmaßnahmen statt eines Erlasses auf einen Schlag.

Der neue Ministerpräsident Alexis Tsipras signalisierte Gesprächsbereitschaft. "Es gibt schon zu viele Risse in Europa, um neue entstehen zu lassen", sagte er nach einem Treffen mit Italiens Regierungschef Matteo Renzi am Dienstag in Rom. "Wir sind natürlich offen für Vorschläge von anderen Partnern für alternative Wege." Man müsse es allerdings schaffen, aus der Sackgasse zu entkommen, in der das Land stecke. Renzi sagte: "Ich glaube fest daran, dass die Voraussetzungen für eine Einigung zwischen Athen und den europäischen Institutionen gegeben sind."
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