Atom-Runde immer noch in der Verlängerung

Bei den Atomverhandlungen mit dem Iran haben die Beteiligten auch nach Ablauf der selbst gesetzten Frist nach einer Kompromissformel gesucht. Sowohl die fünf UN-Vetomächte plus Deutschland als auch der Iran wollten ein Scheitern der Gespräche im schweizerischen Lausanne verhindern. "Nichts ist ausgemacht, aber bei gutem Willen aller ist eine Einigung möglich", hieß es am Mittwoch aus deutschen Delegationskreisen.

Irans Vize-Außenminister Abbas Araghchi sagte, am Ende könne eine gemeinsame Pressemittelung stehen. Ursprünglich hatten sich beide Seiten bis Mitternacht des Vortages auf eine Grundsatzeinigung verständigen wollen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach vermutlich vielen Beteiligten an den Gesprächen aus dem Herzen, als sie in Berlin sagte: "Es ist jetzt viel Arbeit von allen Seiten in diese Verhandlungen gesteckt worden, seit vielen Jahren. Ich hoffe und wünsche mir, dass es heute zu einem Kompromiss kommt". Zugleich bekräftigte sie aber die Haltung des Westens, dass der Iran auf keinen Fall Zugang zu atomarer Bewaffnung bekommen dürfe.
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