Atomabkommen mit dem Iran in Reichweite
Abschluss stemmen

Polizisten richten einen Aufsteller vor dem Wiener Palais Coburg auf. Mehrfach drohten die Gespräche im Atompoker zu kippen. Bild: dpa
Im Atomstreit mit dem Iran haben am Montag - einen Tag vor Fristablauf - alle Außenminister der sieben beteiligten Nationen um letzte strittige Punkte gerungen. Nach übereinstimmenden Angaben aus den Delegationen in Wien sind die Lücken im Text des angestrebten Abkommens zwar geschrumpft. Als besonders heikel gilt weiterhin der Zeitplan zur Aufhebung der Sanktionen gegen Teheran.

"Ein umfassendes Abkommen ist in Reichweite", sagte Chinas Außenminister Wang Yi in Wien. Alle Seiten, vor allem aber die USA und der Iran, müssten schnellstmöglich endgültige Entscheidungen treffen, forderte Wang. Das Abkommen soll sicherstellen, dass der Iran die Kernkraft zivil nutzen kann, ohne in den Besitz einer Atombombe zu kommen. Im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen des Westens schrittweise aufgehoben werden. Im Iran bereiteten sich die Verantwortlichen bereits auf eine Einigung vor. Die Menschen sollen allerdings nicht zu ausgelassen feiern, denn der Mittwoch ist ein religiöser Trauertag in der Islamischen Republik. Musik und Tanz ist an diesem Tag untersagt. Das Innenministerium ließ vorab wissen, dass es im Falle eines Durchbruchs keine spontanen Straßenfeste erlauben werde.
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