Atomtests von Kim Jong Un
USA drohen Nordkorea mit ernsten Konsequenzen

Seoul. Nach einem neuen Atomtest Nordkoreas haben die USA, Südkorea und Japan dem kommunistischen Regime ernste Konsequenzen angekündigt. US-Präsident Barack Obama, die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wollen für die Annahme einer Resolution des UN-Sicherheitsrates zusammenarbeiten, die harte Sanktionen gegen Nordkorea vorsieht. Der Vorsitzende der deutsch-koreanischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Hartmut Koschyk (CSU), befürchtet nach dem Test eine Eskalation in der Region.

Nach Medienberichten besprachen Militärvertreter der USA und Südkoreas außerdem die mögliche Verlegung von strategischen US-Kampfflugzeugen auf die koreanische Halbinsel. Südkorea kündigte außerdem an, die Propaganda-Beschallung an der Grenze zu Nordkorea am Freitag wieder aufzunehmen. Durch die antikommunistische Propaganda könnten sich nach Ansicht von Beobachtern die Spannungen deutlich erhöhen. Pjöngjang hatte diese im vergangenen Sommer als "offenen Kriegsakt" bezeichnet.

Nordkorea hatte nach eigenen Angaben am Mittwoch erstmals erfolgreich eine Wasserstoffbombe gezündet. Die Diktatur unter Machthaber Kim Jong Un sieht sich von den USA bedroht und stockt ihr Nukleararsenal seit Jahren stetig auf. Atomexperten bestätigten einen Kernwaffentest. Sie bezweifelten aber, dass tatsächlich eine Wasserstoffbombe detonierte. Eine solche Bombe ist um ein Vielfaches stärker als eine herkömmliche Atombombe.
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