Auch Bundeswehr länger in Afghanistan
Gemeinsam bleiben

Lampen, Überwachungskameras und Zäune sichern in Berlin den Neubau des Bundesnachrichtendienstes. Bild: dpa
Nach dem Stopp des US-Truppenabzugs aus Afghanistan muss sich auch die Bundeswehr auf einen längeren Einsatz in dem Bürgerkriegsland einstellen. "Es galt immer in Afghanistan das Prinzip: gemeinsam rein und gemeinsam raus", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, am Freitag in Berlin. Der gemeinsame Abzug mit den USA werde daher weder 2015 noch 2016 erfolgen können, "sondern irgendwann jenseits von 2016".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßte die Entscheidung der Amerikaner. "Diese Ankündigung ist ein wichtiges Zeichen an die internationale Gemeinschaft", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Auch der afghanische Präsident Aschraf Ghani äußerte sich positiv. Gruppen wie die Taliban "sollten wissen, dass ihr Krieg gegen die Nationalen Sicherheitskräfte zu keinem anderen Ergebnis führen wird als zur Niederlage." Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigte eine schnelle Entscheidung auch auf Bündnisebene an. "Die Entscheidung ebnet den Weg für eine fortgesetzte Präsenz der Alliierten und Partner in Afghanistan", sagte der Norweger.
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