Augsburger Allgemeine
Pressestimmen

Die Zeitung schreibt zu den geplanten Streiks bei der Bahn:

An einem Kompromiss scheint Weselsky gar nicht interessiert zu sein. Es geht ihm offensichtlich allein darum, sein Geltungsbedürfnis zu befriedigen und als alleiniger Sieger aus dem Rennen zu gehen. Mit dieser Taktik aber fährt der GDL-Chef letztlich aufs Abstellgleis. Denn er verspielt nicht nur das Verständnis der Bahnkunden. Er schadet vor allem den Lokführern.

Berliner Zeitung

Das Blatt kommentiert zum gleichen Thema:

Es geht nicht allein um ein paar Tausend Lokführer und einen machthungrigen Gewerkschaftschef. Machte die GDL-Taktik Schule, würde innerhalb der Gewerkschaften ein Wettbewerb um die härteste Gangart und militanteste Wortwahl, um unerschütterliche Verhandlungspositionen und die vermeintlich besten Ergebnisse ausbrechen. Die Verlässlichkeit der deutschen Gewerkschaften wären dahin, mit am Ende bösen Folgen für die Arbeitnehmer. Insgesamt geriete so das erfolgreiche deutsche Modell der Sozialpartnerschaft und Flächentarifverträge in Gefahr.

Stuttgarter Zeitung

Das Blatt meint zum Arbeitgebertag in Berlin:

Mit dem Start hat die Große Koalition bei den Unternehmen Vertrauen verspielt. Etwa mit dem gesetzlichen Mindestlohn, der 2015 eingeführt wird und ein Experiment mit unbekanntem Ausgang ist. Von weiteren Regulierungen des Arbeitsmarktes sollte Schwarz-Rot absehen. Das gilt etwa für neue Auflagen zu den Werkverträgen. Ein klarer Pluspunkt ist dagegen die Absicht der Regierung, erstmals seit Langem einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Münchner Merkur

Die Zeitung nimmt sich des Themas Bankenaufsicht an:

Die EZB überwacht ab sofort Europas 120 größte Banken. Darin kann eine Chance liegen, wenn die EZB die von den Nationalstaaten zu lax kontrollierten Geldriesen an die Kandare nimmt. Zu befürchten ist aber genau das Gegenteil. Die Zentralbank steht künftig vor unlösbaren Interessenskonflikten: Sie muss Geldhäuser überwachen und notfalls schließen - aber als Notenbank gleichzeitig Erschütterungen des Finanzmarkts verhindern.
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