Augsburger Allgemeine
Pressestimmen

Die Tageszeitung schrieb zur Beziehung Merkel/Putin:

Um sich gut zu verstehen, genügt es nicht, sich in der gleichen Sprache zu unterhalten, auch die Schnittmenge an Werten und Zielen muss stimmen - und das ist ... erkennbar nicht der Fall. Angela Merkel und Wladimir Putin sind sich in all den Jahren fremd geblieben, beide trennt mehr, als sie verbindet, nur wurde das Trennende bis zur Annexion der Krim durch Russland nur selten sichtbar. Wirklich über den Weg getraut hat sie Putin noch nie. Spätestens nach dem Gipfel der 20 wichtigsten Industrienationen in Australien, den Putin wie ein trotziges Kind vorzeitig verließ, muss aber auch ihr klar geworden sein, dass sie gegen eine Wand aus Unbelehrbarkeit und Selbstgerechtigkeit angeredet hat.

Rheinpfalz

Das Blatt aus Ludwigshafen zur Merkel/Ukraine-Krise:

Die Kanzlerin und der Bundesaußenminister stehen nicht im Ruf, Scharfmacher zu sein. Sie untermauern ihre Politik nicht mit verbaler Kraftmeierei. Beide neigen auch nicht zu Dramatisierungen. Vor diesem Hintergrund lässt Angela Merkels Rede in Sydney aufhorchen. Sie war eine Art Abrechnung mit dem System Putin. Merkel äußert nichts weniger als die Sorge, Russland verfalle wieder in Denkmuster überwunden geglaubter sowjetischer Prägung. Das ist deshalb bemerkenswert, weil im Konzert des Westens gerade die Deutschen nach Mäßigung gerufen haben.

Mitteldeutsche Zeitung

Das Blatt aus Halle über Rumänien:

Iohannis ist für Rumänien, was Barack Obama einst für die USA war: ein Hoffnungsträger im wahrsten Sinne. Nicht weil er der deutschstämmigen Minderheit angehört, sondern weil er etwas verkörpert, was die dortige Politik dringend braucht: Solidität und Seriosität. ... Überdies fällt der 55-Jährige durch bemerkenswerte Sätze auf. Einer lautet: "Statt dass ich zum Rüpel werde, verliere ich lieber die Wahl." Dies ist auf den Stil der politischen Auseinandersetzung gemünzt. Ein anderer Satz geht so: "In jeder Partei gibt es korrupte Politiker, auch in meiner eigenen." ... "Schritt für Schritt" will dieser Klaus Iohannis das Land zu einem "normalen Rechtsstaat" machen. Nur zu!
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