Ausbau flaut ab
Weniger Anlagen für erneuerbare Energien

Berlin. Nach langem Aufwind nun die Flaute: 2015 geht für erneuerbare Energien als ein Jahr der Ernüchterung in die Geschichte ein. So fiel der Zuwachs bei Windenergie an Land - das ist die kostengünstigste aller "Erneuerbaren" - deutlich schwächer aus als im Vorjahr. In den ersten drei Quartalen kamen 675 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1821 Megawatt hinzu, wie aus Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) hervorgeht. Der Zubau sei mit voraussichtlich 3600 Megawatt im Gesamtjahr 2015 weit unter dem Niveau des Vorjahres geblieben, als es 4750 Megawatt waren. Viel zu wenig habe sich auch bei Biomasse und Photovoltaik getan, kritisiert der Verband. In Zahlen: Der Bundesverband Solarwirtschaft rechnet für 2015 mit einer neu installierten Photovoltaikleistung von knapp 1400 Megawatt. Der "politische Zielkorridor" von 2400 Megawatt wurde klar verfehlt.

Bei der Biogas-Herstellung kamen rund 200 Anlagen dazu - etwas mehr als 2014, aber erheblich weniger als 2011 mit 1500. Fast jede vierte der rund 8900 Anlagen steht in Bayern. Die Bundesregierung behindere mit der Deckelung der erneuerbaren Energien die Energiewende, rügt der Bundesverband BEE.
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