Ausschreitungen in Flüchtlingslager in Griechenland
Explosive Lage

Athen. Einen Tag vor dem Besuch von Papst Franziskus ist die Flüchtlingslage in Griechenland weiterhin angespannt. Im improvisierten Flüchtlingslager am Hafen von Piräus kam es in der Nacht zum Freitag erneut zu Ausschreitungen zwischen den Bewohnern. Ein Mensch sei durch Messerstiche verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, berichten griechische Medien weiter.

Griechenland kämpft weiter mit den täglichen Herausforderungen der Flüchtlingskrise. Immerhin bleibt die Zahl der Flüchtlinge, die aus der Türkei nach Griechenland kommen, im Vergleich zu den Vormonaten niedrig: Innerhalb von 24 Stunden hätten bis zum Freitagmorgen 107 Migranten zu den griechischen Ägäis-Inseln übergesetzt, teilte der Krisenstab in Athen mit. Am Vortag waren 30 und am Dienstag und Mittwoch jeweils 80 und 101 Menschen angekommen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks landeten im Vormonat im Durchschnitt knapp 900 Migranten täglich auf den Inseln.

732 Menschen sind seit Jahresbeginn bei ihrer Flucht im Mittelmeer ums Leben gekommen. Mindestens 352 Personen würden vermisst, berichtete die Internationale Organisation für Migration in Genf.
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