Außenminister Steinmeier und Ayrault besuchen Ostukraine
Donbass-Waffenruhe hält

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (Mitte, SPD) und sein französischer Amtskollege Jean-Marc Ayrault (Dritter von rechts) vor einer zerstörten Brücke bei Sloviansk in der Ostukraine. Bild: dpa

Kiew. Mit Unterstützung Deutschlands und Frankreichs haben die Konfliktparteien im Kriegsgebiet Ostukraine einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe genommen. Sowohl die Militärführung in Kiew als auch die prorussischen Separatisten im Donbass berichteten von einer spürbaren Beruhigung am Donnerstag. Die siebentägige Feuerpause war in der Nacht in Kraft getreten.

Bei einem Besuch in der von Regierungseinheiten kontrollierten Stadt Kramatorsk forderten Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Kollege Jean-Marc Ayrault weitere Fortschritte beim Friedensprozess. Es war die erste gemeinsame Reise der Minister in das Krisengebiet.

"Wir werden uns bemühen, die bestehenden Unterschiede zwischen Russland und der Ukraine zu einer Lösung zu bringen", sagte Steinmeier. Ayrault brachte ein Gipfeltreffen zwischen Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine "so bald wie möglich" ins Spiel. Aus dem Kreml in Moskau hieß es dazu, Präsident Wladimir Putin sei zu Verhandlungen im Oktober bereit. "Es muss aber über die konkrete Umsetzung des Minsker Friedensabkommens gesprochen werden", sagte ein Putin-Sprecher. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig vor, zentrale Punkte zu ignorieren.
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