Bachelor-Studium soll stärker auf das Arbeitsleben zielen
Näher am Markt

Die europäischen Bildungsminister wollen das Bachelor-Studium stärker auf den Arbeitsmarkt zuschneiden und damit auch Kritik aus der Wirtschaft begegnen. Das Bundesbildungs- und Forschungsministerium nannte am Freitag als eines der Ergebnisse einer zweitägigen Konferenz im armenischen Eriwan, die Qualität der Hochschulbildung solle international weiter gestärkt werden, "um auch die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen zu fördern". Zudem solle die Mobilität von Studierenden und Lehrenden weiter gefördert werden. Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag schrieb, vereinbarten die Bildungsminister in Eriwan als konkretes Ziel, Hochschulen sollten mehr mit Firmen kooperieren und praxisnähere Studiengänge anbieten. Absolventen, auch bereits diejenigen mit einem Bachelor nach nur sechs Semestern, müssten "arbeitsmarktfähig werden für sich rasch verändernde Arbeitsmärkte, die von technischer Entwicklung und neuen Berufsbildern geprägt sind". In Deutschland gibt es derzeit eine Diskussion über die Praxistauglichkeit von Bachelor-Absolventen. Mit ihnen sind nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) nur 47 Prozent der Betriebe zufrieden.
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