Bad Aibling

Der Standort des Bundesnachrichtendienstes (BND) im oberbayerischen Bad Aibling ist wegen seiner 13 großen Antennen weithin sichtbar. Es handelt sich um Parabolspiegel, die Satellitenkommunikation anzapfen können. Insbesondere interessieren Telefonate in Krisenregionen. Die größte Parabolantenne hat einen Durchmesser von 18,3 Metern. Um gegen Witterung geschützt zu sein, arbeiten die Antennen unter Schutzhüllen. Die Radome sehen daher aus wie große weiße Bälle.

Ursprünglich hatten die Amerikaner auf dem Gelände der heutigen Mangfall-Kaserne nach dem Zweiten Weltkrieg ein Kriegsgefangenenlager eingerichtet. Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., soll dort ebenso inhaftiert gewesen sein wie der kürzlich verstorbene Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass.

Später wurde Bad Aibling eine US-Abhörstation mit bis zu 2000 Mitarbeitern. Im Jahr 2004 übernahm der BND die Station. Die deutschen Spione beschäftigen nach Angaben vom vergangenen Jahr etwa 140 Mitarbeiter in Bad Aibling. Darunter seien auch US-Mitarbeiter, weil in der Station weiter mit amerikanischer Technik gearbeitet werde. (dpa)
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