Badisches Tagblatt
Pressestimmen

Die Zeitung aus Baden-Baden zum Krisengipfel in Minsk:

Deutschland und Frankreich haben die Initiative übernommen. Zwar sind nicht alle in Europa begeistert, wenn ein deutsch-französischer Block die Dinge stellvertretend für alle regelt. Aber Europa erweist sich immerhin als handlungsfähig. Die Kanzlerin wird mit Hollande zurecht dafür gefeiert. Der Erfolg gebührt zu gleichen Teilen dem Außenminister, der seine Kollegen aus der Ukraine und Russland zuletzt oft in Berlin um sich geschart hat. Merkel und Steinmeier sind das Polit-Duo der Zuverlässigkeit.

Aachener Zeitung

Das Blatt kommentiert:

Das generelle Problem: Weder mit Waffen, noch mit guten Worten kann man auf die Schnelle die Rückkehr eines Verirrten zu international üblichen Umgangsformen erzwingen. Das ist ein zäher diplomatischer Prozess mit vielen Kompromissen. Der Waffenstillstand darf deshalb nicht der Stillstand der Verhandlungen sein.

General-Anzeiger

Die Zeitung aus Bonn zu den Minsk-Vereinbarungen:

Was ist mit dem Austausch von Gefangenen? Was ist mit einer internationalen Kontrolle der russisch-ukrainischen Grenze? Wie steht es mit dem Fahrplan für Wahlen? Das sind nur die drängendsten Fragen. Dahinter steht die Frage der wirtschaftlichen Sicherung der Rest-Ukraine, die Frage nach der Autonomie der östlichen Landesteile. Und noch weiter dahinter die Frage, wie verhindert werden kann, dass Putin, wann immer er will, wieder losschlagen kann.

Heilbronner Stimme

Die Zeitung zum selben Thema:

Der russische Präsident ist zwar trotz der Vereinbarung alles andere als ein Demokrat, dennoch geht es nicht ohne ihn. Wer Putin künftig von den Verhandlungstischen verbannt, hat aus der Ukraine-Krise nichts gelernt. Natürlich ist die Unterschrift unter den Vertrag von Minsk nur dann etwas wert, wenn den Worten auf dem Papier Taten folgen. Dennoch hat die EU zum ersten Mal seit langem gemeinsam ein Signal gesetzt. Man steht für eine gemeinsame Außenpolitik und ist kein weltpolitischer Trittbrettfahrer der USA.
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