Barmer GEK: Pflegebedürftige und Angehörige kennen ihren Anspruch auf finanzielle Hilfe nicht ...
Unnötig viel Geld aus eigener Tasche

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen wissen oft zu wenig Bescheid über die ihnen zustehenden Leistungen. Das geht aus dem Pflegereport 2015 hervor, den die Krankenkasse Barmer GEK am Dienstag in Berlin vorstellte. So habe fast die Hälfte (45,6 Prozent) der Befragten komplett auf eigene Rechnung für ihre zu Hause gepflegten Angehörigen altengerecht umgebaut - und dabei nicht gewusst, dass es dafür Leistungen aus der Pflegeversicherung gebe. Die maximale Höhe der Pflegeversicherungszuschüsse für einen Wohnungsumbau sind Anfang des Jahres von 2557 Euro auf 4000 Euro angehoben worden. Bezogen auf alle in häuslicher Pflege betreuten Menschen nutzten aber nur 3,5 Prozent diese Versicherungsleistungen. Laut dem Vorstandsvorsitzenden der Krankenkasse, Christoph Straub, findet Pflege immer mehr zu Hause statt. Entsprechend sei der Anteil vollstationärer Pflege zwischen den Jahren 2005 und 2013 von 31,8 auf 29,1 Prozent gesunken, sagte er. Nach einer neuen Prognose des Reports steigt die Zahl der Pflegebedürftigen stärker als vorausgesagt. 2060 müssen danach schätzungsweise 4,52 Millionen Menschen gepflegt werden. Das seien 221 000 Menschen mehr als bisher vorhergesagt. Interessanterweise sind in der Zeit von 1999 bis 2013 die Kapazitäten in der ambulanten und stationären Versorgung deutlich schneller gewachsen als die Zahl der Pflegebedürftigen.
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