Bauausschuss Windischeschenbach: Besserung des Geländers der Eigenheimtreppen
Ein Herz für den Johannissteig

Werner Konz (oben) und Benjamin Höllerer besserten das Geländer der Eigenheimtreppen aus. Bild: hfz

Der Bauausschuss hatte vor einigen Wochen empfohlen, den Johannissteig aus Kostengründen aufzulassen. Doch damit wollte sich im Stadtrat niemand so recht abfinden.

Windischeschenbach. (mic) Der Weg, der in der Blütezeit der Porzellanfabrik eine wichtige Verbindung in die Stadt war, rief zu viele Emotionen wach. 200 000 Euro soll eine Sanierung laut Schätzungen des Ingenieurbüros Zwick kosten. "Zu viel Geld", waren sich die Räte einig.

Da der Johannissteig 130 Meter auf Bahngrund verläuft, schlug CSU-Sprecher Markus Weidner vor, zunächst die Bahn zu kontaktieren, ob es überhaupt erwünscht sei, dass der Weg auf deren Grund bleibe. Weiter solle bei einer örtlichen Firma angefragt werden. Vielleicht könne der Steig auch mit weniger finanziellem Aufwand wieder hergerichtet werden. Werner Sauer (SPD) war der gleichen Meinung. "Wir müssen unsere Wege und Steige erhalten", sagte er. "Wenn dieser Steig verschwindet, geht ein Stück Windischeschenbach verloren." Josef Söllner (Freie Wähler) schlug vor, auf die Kostenschätzung des Ingenieurbüros zu verzichten.

Reimund Zeitler gab zu bedenken, dass man mit der Anfrage bei der Bahn schlafende Hunde wecke. Der Steig bestehte schließlich seit den 70er Jahre, ohne dass jemand Einwände gehabt hätte. "Das können wir uns in der heutigen Zeit nicht mehr erlauben", erwiderte Bürgermeister Karlheinz Budnik. Es müsse erst abgeklärt werden, ob und unter welchen Bedingungen der Steig auf Bahngrund weitergeführt werden darf. Mit diesem Vorgehen war schließlich der Stadtrat einverstanden. Lediglich Stefan Seitz (SPD) hob seine Hand dafür nicht.

Bank am Wendehammer

Sauer regte an, beim Wendehammer des Freibad-Parkplatzes eine Bank aufzustellen. Viele ältere Leute, die hier spazieren gehen, würden sich darüber freuen. Zeitler machte darauf aufmerksam, dass das neue Geländer am Poliersteig beschädigt worden sei. Weidner bat, die Straße hinunter zur Polier wieder aufzuteeren. Hier fehle die Feinschicht. Vor allen für Radfahrer sei dies gefährlich.

Gute Nachrichten gab es vom Bauhof. Am Geländer der Eigenheimtreppen nagte der Zahn der Zeit. Löchrig und teilweise abgerostet zeigte sich das alte Vierkantrohr. Anlass genug, das Geländer dieses vielbegangenen Steigs grundlegend zu erneuern. Die Schwimmmeistergehilfen Werner Konz und Benjamin Höllerer, beide auch ausgebildete Schlosser, haben sich der Sache nach dem Ende der Freibadsaison angenommen und das Geländer samt Stützfüßen und Halterungen neu erstellt.

Anstrich gegen Rost

Zum Einsatz kam dabei ein massiver Rundstahl, der zusammen mit einem Rostschutzanstrich dafür sorgen wird, dass die Benutzer der Eigenheimtreppen lange Zeit wieder sicheren Halt finden. In einem weiteren Schritt ist beabsichtigt, die teilweise verschobenen Stufen instand zu setzen.
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