Bayerischer DGB-Chef: «Das hat Maßstäbe gesetzt»
Ilse Aigner: Energiedialog ein Erfolg

Symbolbild: dpa

München. (dpa/lby) Nach zwei Monaten Energiedialog hat in München die letzte Sitzung des Gesprächsforums zur Zukunft der bayerischen Energieversorgung begonnen. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) wertete den Dialog am Montag als Erfolg. Weitreichende Entscheidungen dürften nicht von oben herab getroffen werden, sondern nur im Gespräch mit den Bürgern.

Vor dem Ministerium demonstrierten etwa 70 Trassengegner aus Unterfranken. Aigner wollte mit dem Dialog die Grundlagen für die zukünftige atomfreie Stromversorgung in Bayern klären lassen. Dazu hatte Aigner mehrere Dutzend Verbände und Organisationen eingeladen - von Bürgerinitiativen über Kirchen und Gewerkschaften bis zur Vereinigung der bayerischen Wirtschaft. Der bayerische DGB-Chef Matthias Jena war voll des Lobes. «Das hat Maßstäbe gesetzt», sagte er zu dem Dialogverfahren. Die Gewerkschaften fordern ebenso wie die Wirtschaft, dass dem Dialog nun Entscheidungen folgen. Nach Jenas Einschätzung wird eine sichere Energieversorgung in Zukunft nicht ohne eine neue Höchstspannungstrasse möglich sein. «Es kann keine bayerische Insellösung geben», sagte er. Die eigentlichen Entscheidungen werden erst im Laufe der kommenden Monate in Berlin fallen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (CSU) lehnt insbesondere die Forderung nach Staatszuschüssen für Gaskraftwerke in Bayern ab.
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