Bedford-Strohm: «Kirchen müssen sich bewegen»
Ökumenischer Simultankirchenradweg eröffnet

Bild: Stephan Huber
Sulzbach-Rosenberg/Illschwang. (epd) Einen neuen ökumenischen Radweg hat der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm eröffnet. Gemeinsam mit katholischen Kirchenvertretern aus den Bistümern Eichstätt und Regensburg sowie Politikern gab er am Freitag in Sulzbach-Rosenberg den Startschuss für ein Radwegenetz, das zu 49 Simultankirchen führt, die einst von Katholiken und Protestanten genutzt wurden oder heute noch teilweise gemeinsam genutzt werden. Anschließend stieg der Landesbischof und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland aufs Rad und trat für die Ökumene kräftig in die Pedale. An der Eröffnung unter dem Motto «Erleben. Erfahren. Entdecken. Wie Kirche bewegt!» nahmen mehr als 130 Gäste teil.

«Die Kirchen müssen sich bewegen», sagte Bedford-Strohm nach der Tour zu der über zehn Kilometer entfernten Kirche von Illschwang, in der bis heute ein evangelischer und ein katholischer Pfarrer unter einem Dach arbeiten. Der Bischof warb dort dafür, die Beziehungen und Annäherung zwischen den beiden großen Kirchen weiter zu pflegen. Der neue Simultankirchenradweg stehe symbolisch dafür, dass Menschen und Kirchen ständig Bewegung bräuchten.

Das ökumenische Projekt war in den vergangenen fünf Jahren entwickelt worden. Das Radwegenetz zählt nun etwa 400 Kilometer und erstreckt sich über die Landkreise Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth sowie die Städte Sulzbach-Rosenberg und Weiden. Der Simultankirchenradweg besteht aus zehn unabhängigen Routen von 45 bis 80 Kilometern Länge und führt zu Kirchen, die ab Mitte des 17. Jahrhunderts von evangelischen und katholischen Gemeinden gemeinsam genutzt wurden.
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