Beistand für Libyen

Die EU ist äußerst besorgt über die dramatische Ausbreitung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) am südlichen Rand des Mittelmeers. Zwei Tage nach dem tödlichen Anschlag auf europäische Urlauber in Tunesien kündigten die Staats- und Regierungschefs am Freitag in Brüssel ein entschlossenes Vorgehen gegen die wachsenden Gefahren durch gewaltbereite Islamisten in der Region an.

Für Tunesiens Nachbarstaat Libyen wird unter bestimmten Voraussetzungen sogar eine europäische Friedensmission erwogen. Das nur wenige Hundert Kilometer Seeweg von Italien entfernte Bürgerkriegsland gilt als neue islamistische Hochburg in Nordafrika. "Libyen ist die Grenze zu Europa. Wenn die Probleme in Libyen nicht gelöst werden, hat auch Europa ein Problem", kommentierte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Eine Friedensmission könnte auch die Entsendung europäischer Soldaten oder Polizisten zum Schutz von Grenzen und wirtschaftlicher Infrastruktur bedeuten.
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