Beistand für Obama

Der neue Kurs gegenüber dem Iran ist in den USA nicht unumstritten. Nun stellten sich überraschend 36 ehemalige Generäle und Admirale in einem offenen Brief hinter Präsident Barack Obama. Bild: dpa

Das letzte Wort zum Atomdeal mit Teheran ist noch nicht gesprochen. Jeb Bush will die Vereinbarung kippen, falls er ins Weiße Haus einzieht. Doch US-Präsident Obama bekommt Rückendeckung von unerwarteter Seite.

Während US-Präsident Barack Obama weiter namhafte Unterstützer für das iranische Atomabkommen hinter sich versammelt, droht sein potenzieller Nachfolger Jeb Bush mit einer Blockade. "Umgehend" werde er die Einigung im Fall seiner Wahl zum Präsidenten rückgängig machen, kündigte der republikanische Spitzenkandidat bei einer Rede in Kalifornien an. "Es ist ein Deal, der extrem unklug ist", sagte der Ex-Gouverneur von Florida und rief den Kongress auf, die Einigung noch zu kippen.

Doch Obama, der mit dem Abkommen auch sein politisches Vermächtnis sichern will, erhielt mehr Rückendeckung von prominenter Seite. 36 ehemalige Generäle und Admirale stellten sich in einem offenen Brief hinter den Präsidenten und warnten davor, in dem jahrelangen Streit voreilig militärisch zuzuschlagen. "Wir müssen diplomatische Mittel ausschöpfen, bevor wir zu militärischen greifen", schrieben die Militärs. Vor wenigen Tagen hatten bereits 29 Spitzenwissenschaftler - darunter Nobelpreisträger und frühere Atombombenbauer - den Deal in einem Brief Obama unterstützt.
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