Bericht zu Terrorgefahr für Atomanlagen dementiert
Keine Bedrohung

Ein Hinweisschild an der Straße zum ehemaligen Kernforschungszentrum in Jülich. Bild: dpa

Berlin. Die Bundesregierung sieht zurzeit keine konkrete terroristische Bedrohung für die deutschen Atomanlagen. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden lägen keine Erkenntnisse vor, die auf eine Gefährdung hinweisen und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich machen würden, erklärte eine Sprecherin des für Reaktorsicherheit zuständigen Umweltministeriums am Donnerstag in Berlin.

Sie reagierte damit auf einen Bericht der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND), wonach in der Brüsseler Wohnung, in der Mitte März der Terrorverdächtige Salah Abdeslam gefasst wurde, Unterlagen zum früheren Kernforschungszentrum Jülich gefunden worden sein sollen. Darunter sollen ausgedruckte Internet-Artikel über die Anlage und Fotos von Vorstandschef Wolfgang Marquardt sein. In dem Artikel heißt es, Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen habe mehrere Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums über den Fund unterrichtet. Das Bundesamt für Verfassungsschutz wies diese Darstellung scharf zurück. Man habe keine entsprechenden Erkenntnisse.

Der Kernforschungsreaktor in Jülich ist schon lange stillgelegt, auf dem Gelände befinden sich aber heute noch drei Zwischenlager mit Atommüll.
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