Berliner Zeitung
Pressestimmen

Das Blatt kommentiert die TV-Debatte der US-Republikaner:

Der Erfolg von Trump kommt allerdings keineswegs aus heiterem Himmel. Mit seinen Ressentiments gegen Einwanderer und gesellschaftliche Verlierer bedient er gängige Vorstellungen der Republikaner. Seit Jahrzehnten steht die Partei für soziale Exklusion und kämpft gegen Sozialleistungen des Staates, weil sie vor allem Minderheiten zu gute kommen - also meist Schwarzen oder Latinos. Trump profitiert mit seinen Tiraden von den Ängsten der konservativen weißen Unterschicht, die schlecht ausgebildet ist und teils zu Recht fürchtet, ihre Arbeitsplätze an Einwanderer zu verlieren. Seine Polemiken überzeugen diese republikanischen Wähler umso mehr, weil sie von einem politischen Außenseiter kommen, der mit dem Establishment in Washington nichts zu tun.

Kölner Stadt-Anzeiger

Die Zeitung schreibt zur Missstimmung zwischen Brüssel und Berlin:

Fünf Jahre Rettungspolitik haben nicht zusammengeschweißt, sondern alle Beteiligten auseinandergetrieben. Die beschäftigen sich in der Folge viel zu viel mit sich selber und ihren eigenen Empfindlichkeiten als mit der Realität. Und die sieht nach wie vor düster aus. Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist von 25,6 Prozent auf 25 Prozent gesunken. Was ist das für ein Fortschritt? Griechenland ist lange nicht über dem Berg. Und noch immer hat es das Potenzial, Europa zu spalten und zu schädigen. Dies werden die Gläubiger bald spüren, wenn sie weiter gegeneinander statt miteinander arbeiten.

Der Tagesspiegel

Das Berliner Blatt meint zur Debatte um Thomas de Maizière:

Immer wieder gab es in seinen Verantwortungsbereichen Skandalträchtiges auf unteren Ebenen, und nichts davon hat de Maizière erreicht. Um es neutral auszudrücken. Ob die Drohne oder das Sturmgewehr, die NSA und ihre Ausforschung - der Minister hatte damit nichts zu tun. So wirkt Teflon politisch: Nichts bleibt haften, er bleibt unbehelligt. Selbst seine Kälte in der Flüchtlingsfrage wandte sich nicht gegen ihn. Bisher. Das kann sich ändern. Wenn de Maizière in der laufenden Affäre immer stärker unter Druck gerät, vielleicht noch seine Staatssekretärin entlassen will. Oder muss. Dann wäre es auch formal korrekt, ihn zur Verantwortung zu ziehen.
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