Bertelsmann-Studie
In Deutschland weniger Langzeitarbeitslose

Gütersloh. Deutschland ist einer Studie zufolge das einzige EU- Land, in dem die Langzeitarbeitslosigkeit seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich gesunken ist. Während die Quote 2008 noch bei 3,7 Prozent lag, fiel sie 2015 auf 1,9 Prozent. Das geht aus einer am Freitag vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor.

Trotz dieser Ergebnisse gibt es keinen Grund zur Freude: In Deutschland können demnach viele langfristig Erwerbslose nicht von der guten Konjunkturlage profitieren. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen ist hierzulande noch immer hoch: Mehr als jeder dritte Erwerbslose in Deutschland ist langzeitarbeitslos (Anteil: 43,1 Prozent, 796 000 Menschen).

Im vergangenen Jahr waren den Angaben zufolge in der EU mehr als zehn Millionen Menschen länger als zwölf Monate erwerbslos - das waren 4,3 Prozent der Erwerbsbevölkerung. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist am höchsten in Griechenland (17,7 Prozent), Spanien (10,8) und Kroatien (10,4). Niedriger als in Deutschland ist sie nur in Großbritannien und Schweden (1,5) sowie Luxemburg, Dänemark und Österreich (1,6).
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