Beschlüsse des G20-Gipfels in der Übersicht

Entschiedenheit gegen Terror, Hilfen für Flüchtlinge - das schreiben sich die großen Industrie- und Schwellenländer der G20 auf die Fahne. Der Gipfel im türkischen Ort Belek bei Antalya hat am Montag zwei Abschlusserklärungen verabschiedet. Kurz gefasst steht darin:

Terrorismus: "Wir bleiben geeint im Kampf gegen den Terrorismus." Die G20 spricht den Opfern der Anschläge von Paris und deren Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Die Finanzquellen des Terrors sollen ausgetrocknet werden. Die Länder wollen Grenzschutz- und Geheimdienstinformationen austauschen, um die Mobilität von Terroristen zu verhindern.

Flüchtlinge: "Das Ausmaß der anhaltenden Flüchtlingskrise ist von weltweiter Besorgnis mit großen humanitären, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen." Die G20 versprechen, Flüchtlinge besser zu schützen und zu unterstützen. Damit die Fluchtgründe entfallen, müssten politische Konflikte gelöst werden. Alle Staaten sollten zur Bewältigung der Krise beitragen.

Wirtschaft: "Das globale Wirtschaftswachstum ist unausgewogen und bleibt hinter unseren Erwartungen zurück." Die G20 halten am Ziel fest, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ihrer Mitglieder bis 2018 um zusätzliche zwei Prozentpunkte zu steigern. Vergleichspunkt sind die Wachstumsprognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ab 2013. Ein Drittel des Wegs sei bereits geschafft.

Abbau von Ungleichheit: "Wachsende Ungleichheit in vielen Ländern bedeutet Risiken für den sozialen Zusammenhalt und das Wohlergehen unserer Bürger." Deshalb wollen die G20 vor allem "mehr und bessere Jobs" schaffen und bis 2025 um 15 Prozent mehr schwer vermittelbare Jugendliche in Arbeit bringen.

Steuervermeidung: "Um ein weltweit faires und modernes internationales Steuersystem zu schaffen", wollen die G20 und die OECD die Steuervermeidung internationaler Konzerne unterbinden. Die Firmen sollen dort Steuern zahlen, wo sie investieren und ihre Gewinne anfallen. Die Steuerbehörden verschiedener Länder sollen verstärkt Daten austauschen.

Klima: "Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit", heißt es im Entwurf. Die G20 setzen auf einen Erfolg der Weltklimakonferenz in zwei Wochen, sie haben den Verhandlungen aber wenig neuen Schwung gegeben. Die Gipfelerklärung spart heikle Punkte aus. Weder ein Überprüfungsmechanismus, der weitere Einschnitte bei den Treibhausgasen möglich machen soll, noch der unzureichend gefüllte Klimafonds für ärmere Länder werden erwähnt. (dpa)
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