Besserer Schutz für Opfer von Stalking

Berlin. Die Bundesregierung will Stalking-Opfer besser schützen und eine Verurteilung der Täter erleichtern. Das Kabinett brachte dazu am Mittwoch eine Gesetzesänderung auf den Weg. Es gibt zwar jedes Jahr Tausende Tatverdächtige in Stalking-Fällen, aber nur einige Hundert Verurteilungen. Bislang müssen Nachstellungen schwerwiegende Beeinträchtigungen des Lebens verursacht haben - etwa, wenn die betroffene Person deswegen umgezogen ist oder den Job gewechselt hat.

Der Gesetzentwurf aus dem Haus von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sieht vor, dass Taten in Zukunft lediglich "objektiv geeignet" sein müssen, beim Opfer zu einer solchen schwerwiegenden Beeinträchtigung zu führen. Stalking solle künftig auch dann strafbar sein, wenn das Opfer dem Druck nicht nachgebe und sein Leben nicht ändere. Der Strafrahmen ändert sich nicht: Stalking soll weiter mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden. Von Stalking ist die Rede, wenn jemand zum Beispiel einen Ex-Partner verfolgt oder ihn etwa mit Telefonanrufen terrorisiert oder ihm auflauert. Meist sind Frauen die Opfer.
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