"Besuch keine Abkehr von Europa""
Erdogan bei Putin

Moskau. Syrien, Gas, Tourismus: Mit zahlreichen Initiativen wollen die Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan an diesem Dienstag das zerrüttete russisch-türkische Verhältnis wieder festigen. "Es wird ein historischer Besuch, ein Neuanfang. Bei den Gesprächen mit meinem Freund Wladimir wird eine neue Seite in den beiderseitigen Beziehungen aufgeschlagen", sagte Erdogan vor dem Treffen in der Zarenmetropole St. Petersburg.

Aus türkischen Regierungskreisen wurde versucht, Sorgen zu zerstreuen, Erdogans Reise könnte eine Abkehr von Europa bedeuten. "Nur weil man Putin besucht, bedeutet das nicht, dass man sich von der EU abwendet", hieß es. Für Erdogan ist es die erste Auslandsreise seit dem Putschversuch vom 15. Juli, der ihn entmachten sollte.

Deutschland hat mit Staatssekretär Markus Ederer vom Auswärtigen Amt erstmals einen Vertreter der Bundesregierung nach Ankara geschickt. Aus türkischen Regierungskreisen wurde am Montag Enttäuschung darüber laut, dass nicht Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier persönlich anreiste. Man hätte einen ranghöheren Besuch erwartet, sagte ein Regierungsvertreter in Istanbul.
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