Bischofssynode in Rom beginnt mit Beratungen
"Mut und Demut"

Mit einem Aufruf des Papstes zu Mut, Offenheit und Demut hat die Bischofssynode in Rom ihre Beratungen zu den Themen Ehe und Familie aufgenommen. Reizthemen sind dabei der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und homosexuellen Paaren.

Führende Teilnehmer warnten am Montag aber vor zu hohen Erwartungen. "Wenn Sie nach Rom gekommen sind und einen spektakulären Wandel in der kirchlichen Doktrin erwarten, werden Sie enttäuscht wieder abreisen", sagte der Erzbischof von Paris, Kardinal André Vingt-Trois, nach der ersten Beratungsrunde. Papst Franziskus hatte den Teilnehmern Mut, Offenheit und Demut gewünscht. "Die Synode ist kein Parlament, wo man für einen Konsens eine gemeinsame Abmachung trifft, Verhandlungen führt, Vergleiche oder Kompromisse schließt", sagte der Argentinier vor den knapp 400 Teilnehmern. Die einzige Methode sei, sich dem Heiligen Geist mit Mut und Demut zu öffnen. Franziskus rief die Bischöfe, Laien und Experten aus aller Welt dazu auf, den gemeinsamen Weg der Synode mit Mut, Weisheit und Offenheit zu beschreiten und dabei das Wohl der Kirche und der Familien im Blick zu behalten. "Der Glaube ist kein Museum, das man nur anschaut oder bewahrt, sondern eine lebendige Quelle", sagte er.
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